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Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau wären überrascht, welche Potenziale sie verschenken

Laut einer Studie der Staufen AG aus dem Jahr 2018 ist für Unternehmen der deutschen Industrie ein Thema besonders entscheidend für Erfolg und Wettbewerbsfähigkeit: die Überprüfung und Optimierung von Abläufen. Besonders im Maschinen- und Anlagenbau stehen deutsche Firmen unter permanentem Leistungsdruck und die Zeit, sich über die eigenen Prozesse und Strukturen Gedanken zu machen, hat kaum ein Konstrukteur.

Genau an diesem Punkt setzen unsere Dienstleistungen mit den Prozessanalysen an. Erfahren Sie in diesem Interview mit Andreas Furs, Leiter der Abteilung „Professional Service“ bei der PBU CAD-Systeme GmbH, wie er und sein Team zusätzliche Potenziale in Fertigungsunternehmen aufdecken und damit helfen, die Produktivität über den gesamten Produktentwicklungsprozess nachhaltig zu erhöhen.

Herr Furs, Sie führen seit einigen Jahren Prozessanalysen durch und die Nachfrage ist sehr groß. Warum nehmen selbst sehr erfolgreiche und stetig wachsende Firmen diese Dienstleistung in Anspruch?

Furs: Der Druck auf die Firmen im Maschinenbau ist übergreifend hoch. Dadurch, dass die Konkurrenz, gerade aus dem Ausland, sehr stark ist, kommen selbst stabile und erfolgreiche Unternehmen in die Verlegenheit, sich selbst und Ihre Prozesse zu hinterfragen. Effizienz und damit Schnelligkeit in der Konstruktion und Fertigung ist das A und O.

Die Effizienz der Tätigkeiten wird hinterfragt


Warum nehmen die Unternehmen dann einen externen Consultant in Anspruch? Können die Prozesse nicht viel besser intern geprüft und optimiert werden?

Zwei Dinge sind hier ausschlaggebend: Zum einen ist der Blick eines externen Experten objektiv, schärfer, und Unternehmen profitieren von unseren vielfältigen Erfahrungswerten. Zum anderen fehlt den Unternehmen oft die Zeit, um die eigenen Vorgehensweisen zu hinterfragen oder zu verändern. Gerade erfolgreiche Unternehmen mit vollen Auftragsbüchern sind völlig erstaunt, wenn wir Ihnen zeigen, dass noch eine Menge Potenzial brachliegt.

Standardisierung durch Variantenkonstruktion Mit Standardisierungen wie der Variantenkonstruktion werden Prozesse beschleunigt


Wie ist die Akzeptanz bei den Anwendern? Sind sie einer Veränderung gegenüber aufgeschlossen?

Ja, durchaus. In den meisten Firmen herrscht eine richtige „Aufbruchstimmung“. Das ist natürlich immens wichtig für uns, denn nur so können wir exakt die Bedürfnisse der Anwender ermitteln.

Wie ist der Ablauf einer solchen Prozessanalyse?

Am Anfang jeder Analyse stehen folgende Fragen: Wie effizient arbeiten die Mitarbeiter? Arbeiten sie einheitlich? Welche Potenziale bieten die Software-Lösungen?

Zu diesen Fragen versuchen wir, so konkrete Antworten wie möglich zu sammeln – und zwar mit Hilfe von idealerweise jedem einzelnen Anwender. Wir starten daher mit einem gemeinsamen Kickoff, um die firmenspezifischen Prozesse kennen zu lernen und uns vor allem ein Bild über die globalen Herausforderungen sowie Automatisierungs-Möglichkeiten machen zu können. Anschließend teilen wir den Personenkreis in themenspezifische Gruppen auf. So analysieren wir die CAD-Arbeitsumgebung, den Aufbau der Konstruktionsdaten, Konstruktionsrichtlinien etc. mit den jeweils zuständigen Personen.

Im Anschluss führen wir Gespräche mit möglichst vielen CAD-Anwendern in Einzelinterviews. Das hat den Vorteil, dass wir herausfinden können, wo aus der Sicht des Users „der Schuh drückt“. Danach beginnt das eigentliche Doing, indem wird die Ergebnisse bewerten und daraus Handlungsempfehlungen ableiten. Diese betreffen in der Regel stets die Bereiche „Anpassung der CAD-Umgebung“, „Methodenentwicklung“ und „Erstellung von Konstruktionsrichtlinien“.

Zeitgewinn von bis zu 40 %


Was passiert beispielweise bei der „Anpassung der CAD-Umgebung“? Wie profitiert ein Unternehmen davon?

Zunächst muss man sagen, dass die Ziele in Konstruktionsabteilungen immer sehr ähnlich sind: sich wiederholende Tätigkeiten sollen automatisiert werden und die Arbeitsweisen der Anwender gleich sein. Um dies zu erreichen, entwickelt man klassischerweise Methoden, schreibt Richtlinien und führt Schulungen durch. Was viele aber nicht wissen – ein wesentliches Verbesserungspotenzial steckt bereits im Bereich der CAD-Arbeitsumgebung.

Konstruktionsrichtlinien direkt in NXKonstruktionsrichtlinien können direkt in NX angewendet werden.


Wir haben es selten erlebt, dass die CAD-Umgebung eines Unternehmens konsequent administriert wird. So stehen wir häufig vor dem Problem, dass es keinen CAD-Administrator gibt und somit Systemkonfigurationen nur teilweise oder gar nicht umgesetzt sind.

In der Regel treffen wir auf veraltete Standardisierungen, keine Zentralisierung und ungenutztes Potenzial für Bibliothekselemente etc. Allein hinter diesen drei Aspekten verbergen sich enorme Zeitfresser. Sind diese erstmal aufgedeckt, sind die Unternehmen überrascht, welche Möglichkeiten sie verschenken.

Unsere Aufgabe ist es dann, Standards zu finden, die zu den Anwendern und den Produkten passen und die Arbeitsweise sowie die Datenhaltung zu vereinheitlichen. Allein dadurch kann ein Zeitgewinn von bis zu 40 Prozent erreicht werden.

Richtlinien müssen gelebt werden


Beschreiben Sie kurz die Methodenentwicklung und die Erstellung von Konstruktionsrichtlinien.

Gehen wir mal davon aus, dass wir durch die Optimierung der CAD-Umgebung den Anwendern einen roten Faden vorgeben. Nun bleiben weiterhin genügend Freiheiten während der Modellierung, weshalb die Umsetzung der Konstruktionsdaten von Fall zu Fall unterschiedlich erfolgt.

Bei der Methodenentwicklung verfolgen wir das Ziel, auf Basis der Updatestabilität und Performance des CAD-Systems bestimmte Tätigkeiten in der Konstruktion zu automatisieren und ebenso die Arbeitsweisen zu vereinheitlichen.

Nehmen wir an, das Ziel ist es, das firmeninterne Know-how durch Modellvereinfachungen zu schützen. Ohne groß darüber nachzudenken würden mir mindestens fünf verschiedene Ansätze hierfür einfallen. Das bedeutet, dass im schlimmsten Fall in einer Abteilung fünf verschiedene Vorgehensweisen für Modellvereinfachungen existieren. Um dies zu verhindern, erstellen wir Machbarkeitsanalysen und entwickeln Methoden und Zusatzapplikationen mit dem Ziel, eine stabile und einheitliche Arbeitsweise zu gewährleisten. Konstruktionsrichtlinien spielen hierbei eine wesentliche Rolle, denn auch die beste Methodik bringt keinen Mehrwert, wenn der Anwender nichts davon weiß.

Der Vorteil, den Konstruktionsrichtlinien mit sich bringen, ist unumstritten. In den meisten Fällen existieren auch schon Richtlinien in den Unternehmen, allerdings sind diese entweder nicht kommuniziert, veraltet oder viel zu umständlich und zu ausführlich formuliert. Man kann es heute eigentlich keinem Anwender mehr zumuten, hunderte Seiten Richtlinien zu studieren, bevor er die erste Linie konstruiert. Wir setzen daher den Fokus auf unsere Erfahrungen aus vorherigen Projekten und schaffen mit modernen Konzepten die Möglichkeit, dass tragende Richtlinien gelesen und vor allem gelebt werden.

Vielen Dank für das Interview und die Einblicke in Ihre Abteilung „Professional Service“.

Leiter Professional Service
Im Interview: Andreas Furs
Manager Professional Service (PLM Consultant)
bei der PBU CAD-Systeme GmbH

Verschenken Sie keine Potenziale

Wenn Ihnen bewusst ist, dass Sie Ihre Prozesse hinterfragen müssen, dann starten Sie mit unserer Prozessanalyse.

Fragen Sie hier mehr Infos an oder vereinbaren Sie einen ersten Gesprächstermin.
Mehr zur Prozessanalyse

 

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